Zum Inhalt

Reflexionsebenen

1. Sachbezogene Beschreibung

Erfahrungen und fachliche Entscheidungen werden rein beschreibend wiedergegeben. Es gibt weder eine Begründung des Vorgehens noch eine abwägende Haltung gegenüber den Erlebnissen oder Erkenntnissen.

2. Handlungsbezogene Begründung

Argumente und Erklärungen für Entscheidungen oder Resultate werden herangezogen, diese reichen aber nicht über eine erzählende oder beschreibende Weise hinaus.

3. Analytische Abstraktion

Dialogische Reflexion, in der ein "Zurückschreiten" von den Ereignissen oder Handlungen vorgenommen wird. Dabei wird alles noch einmal gedannklich durchdrungen und die Erfahrungen, Ereignisse und Handlungen erforscht. Hierbei ist ein gutes Urteilsvermögen notwendig, um schliesslich auch zu einer Erklärung zu gelangen.

Zurückschreiten bedeutet, dass ein Dialog mit sich selbst geführt wird. Es muss ein Abwägen verschieder Möglichkeiten oder Interpretationen eiens Aspektes erkennbar sein, ohne dass eine zweite fremde Perspektive eingenommen wird.

4. Kritischer Diskurs

Kritische Reflexion, in der ein Bewusstsein zutage gefördert wird, dass Handlungen und Ereignisse in Bezug auf multiple Perspektiven erklärbar sind oder auch, dass sie z.B. in multiplen historischen und sozialpolitischen Zusammenhängen angesiedelt sind und durch diese beeinflusst werden.

Multiple Perpsektiven bedeutet, dass sich in einem Kapitel neben der eigenen Beobachtung/Meinung in mindestens eine andere Person den gleichen Aspekt betreffend hineinversetzt werden muss (Wiedergabe einer Seite reicht nicht), oder dass mindestens zwei verschiedene Theorien neben der eigenen Wahrnehmung oder die anderen Personen zum gleichen Aspekt erläutert wird.